KATASTROPHEN-KEKSE



Weihnachten ist auch ein Fest der Katastrophen, man denke an den Kindermord von
Bethlehem oder an die Weihnachtsflut von 1717. Jedes dieser Weihnachtsplätzchen
ist einer Katastrophe gewidmet, die Mensch und Tier heimsuchen kann.
V. l. n. r., v. o. n. u.:
Twin Towers Kekse (Wolkenkratzerkekse, WTC-Kekse), Grabkreuzkekse,
Selbstmordattentäterkeks (Palästina-Leckerli), ICE-Keks (Escheder Plätzchen),
Flutkatastrophenkeks, Waldbrandkekse, Tunnelbrandkeks, Ölpestkeks.


Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g Butter
Zucker nach Belieben
1/4 Tasse Wasser
1 Prise Salz

Teig ausrollen, Plätzchen ausstechen oder -schneiden.
Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C ca. 20 - 30 Min.
Anschließend bestreichen mit Zuckerguß aus Puderzucker und Zitronensaft
oder mit dunkler Couverture. Dekorieren mit Mandelstiften, Zuckerschrift,
Schokosplittern, Kakaopulver ... Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Geschickte können z. B. auf die Wolkenkratzerkekse mit Zuckerschrift
Flugzeuge malen oder auf die Escheder Plätzchen vorne "ICE" schreiben etc.




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Seit 2004 dabei sind die Attentat-von-Madrid-Kekse, die auf Anregung von Rafael (Geistform)
entstanden. Sie haben das Aussehen von Buketts, weil Letizia von Asturien an ihrem
Hochzeitstag im Gedenken an die Opfer der Bahnanschläge vom 11.03.2004 ihr Bukett
in der Atocha-Basilika niederlegte.





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Hier ist sie, die Katastrophen-Keks-Kollektion 2005:
Atomkraftwerkchen, Strahlende Engel, neue Grabkreuze und - unten im Bild -
Globale Verdunklungskekse.





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Endlich gibt es hier die noch neuere neueste Keks-Kollektion zu sehen:
v. l. n. r. der Hungersnotkeks, der Treibhauseffekt-Keks und das Ozonlöchli.
Ihr könnt den Hungersnotkeks nicht sehen? Stimmt, er fehlt, denn es ist ja Hungersnot!





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Zu der Katastrophen-Keks-Kollektion 2006 gehören:
v. l. n. r. das Polonium-Plätzchen (auch "Giftplätzchen" genannt oder
"Abnehmen-für-immer-Plätzchen"), der Kannibalismus-Keks
(auch "Rothenburger Nachtmahl" oder "Missionars-Cracker")
und das Rügener Grippchen, auch "Sterbender Schwan" genannt.
Es kommt als Nachtisch zum Mittagsmenü "H5 N1".
So richtig zum Appetitmachen!
Unten im Bild ist ein Zum-letzten-Mal-gelandet-Ölpest-Keks zu sehen.





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Hier ist sie, die Katastrophen-Keks-Kollektion zum Advent 2007!
Links im Bild "Conterganichtsfür-Kekse" (auch "Phokomelie-Mürbchen"),
in der Mitte Ölteppich-Kekse ("Klebende Teppiche"),
rechts "Tornado-Kekse" oder "Magic Twister", aus verdrillten Teigsträngen.
Chinesische Pechkekse wurden aus Gründen des Aberglaubens noch nicht
hergestellt, doch backfreudige Leckermäuler können sie nach dem
untenstehenden Rezept selbst anfertigen - entweder um sich mal eine richtig
schöne Pechsträhne zu gönnen oder um jemandem, den sie zum
Fressen gern haben, sieben Jahre Pech an den Hals zu wünschen.


Chinesische Pechkekse

Teig:
Eiweiß von 3 Eiern
60 g Puderzucker (gesiebt)
ein Hauch Vanillezucker
45 g Butter (zerlassen)
60 g Mehl
1 Prise Salz

24 Zettelchen, auf denen Sprüche stehen wie:
"Sieben Jahre Regenwetter"
... oder:
"Kein Lottogewinn"
... oder:
"Niete"
... oder etwas mit einem kleinen Lichtblick wie:
"Du wirst einen untreuen Taugenichts heiraten, der Alkoholiker ist und
Frauen schlägt. Aber mach' dir keine Sorgen. Wenn er sich totgesoffen hat,
erbst du sein Vermögen!"

Und so wird's gemacht:
3 ca. 8 cm gro§e Kreise (Glas) auf die Rückseite von Backpapier zeichnen
und dies, mit der bemalten Seite nach unten, auf ein Backblech legen.
Die Butter zerlassen, beiseitestellen und den Ofen auf 180°C vorheizen.
Das Eiweiß leicht schaumig rühren. Puderzucker, eine Prise Salz
und Butter dazugeben und verrühren. Mehl hinzufügen und den Teig
glattrühren. Einen gut gehäuften Teelöffel Teig mit einem Messer
auf jedem Kreis verstreichen. Die Keks-Rohlinge 5 - 6 Minuten auf mittlerer Schiene
backen, bis die Ränder leicht braun sind. Mit einer flachen Messerklinge
die Kekse rasch und vorsichtig abheben und je ein Zettelchen in die Mitte legen.
Den Keks zu einem Halbkreis falten, Ränder festdrücken und ihn
(solange er noch warm ist) über einen stumpfkantigen Glas- oder Schüsselrand
stülpen, so daß ein Knick im Keks entsteht.
Auf einem Rost gut auskühlen lassen und gleich die nächsten Kekse
herstellen. Insgesamt werden es etwa 24. Sie sollen so lange an der Luft trocknen,
bis sie hart sind. Dann erst kommen sie in die Keksdose.





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Und hier ist sie, die Katastrophen-Keks-Kollektion zum Advent 2008!
Links im Bild ein "Selbstmordattentäter-Keks" (unsterblicher Klassiker),
oben und rechts "Reichenhaller Schneedächlein" - zum Gedenken an die Besucher einer
Eissporthalle, die ums Leben kamen, als das Dach unter der winterlichen Schneelast einstürzte -,
oben und in der Mitte "Busbrand-Kekse" ("Haltestelle-ins-Jenseits-Kekse", "A2 Bus Stops")
- im Gedenken an die Opfer des Busbrandes auf der A2 bei Garbsen am 04.11.2008 -,
oben rechts ein "Meteoriten-Einschlagskeks" - mit Bezug auf Bethlehem und zugleich
auf Meteoriten-Katastrophen -, links in der Mitte ein "Gebrochenes Herz" (handgebrochen),
darunter "Nikkeier Sturzplätzchen" ("Fallende Aktienkekse"), unten links und rechts
je ein "Kaninchen-auf-der-A2-Keks" - zum Gedenken an die vielen Tiere, die auf den Autobahnen
ums Leben kommen -, unten in der Mitte ein "W-Keks" (diese Katastrophe ist seit der letzten
US-Wahl vorbei). Außerdem gab es schon bekannte, unverwüstliche Klassiker wie die
"Twin Towers Kekse" (s. weiter oben), die in Keksform jedes Jahr wiederauferstehen.




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© Lichtwind

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Und es geht weiter mit der Katastrophen-Keks-Kollektion zum Advent 2009!
1. Reihe, v.l.n.r.: "Westerwelle" ("FDP-Außenkeks"), "Unschuldiges Kindlein" (zum Gedenken an
alle Kinder, die durch irgendwen oder irgendetwas zum Opfer wurden), "Krisenbänkchen"
("Raffbankers Rast").
2. Reihe, v.l.n.r.: "Alzheimer-Hirnkeks" (Aufessen nicht vergessen), "Grippeschweinchen" ("H1N1-Keks"),
"Propofol-Fläschchen" ("Michaels letzte Dröhnung", "Ich-will-meine-Milch-Keks").
Unten: "Number One Cookie" ("Goodbye Robert Cookie", zur Erinnerung an Torwart Enke - und
zur Mahnung an alle, die glauben, Depressionen auf dem Bahndamm heilen zu können).
Da es immer Katastrophen geben wird, lassen sich auch immer neue Kekse backen. Die nächsten
warten schon (sowohl Kekse als auch Katastrophen). Guten Appetit!






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Und hier ist sie, die Katastrophen-Keks-Kollektion zum Advent 2010!
Oben: "Arbeitsplätzchen" ("Hartz-IV-Keks"), darunter (v.l.n.r.): "Mondpreise an Tankstellen"
(die Schokostreusel symbolisieren eine verrückt spielende Digitalanzeige auf der Preissäule),
"Kaninchen-auf-der-A2-Keks", "Steuergeschenke für Superreiche", darunter (v.l.n.r.): "Duisburger Tunnel"
("Death Parade Cookies", zum Gedenken die Opfer einer der ärgsten Event-Fehlplanungen der Geschichte),
"Scharia-Wurfsteine" ("Delete Sweets", zum Gedenken an die Opfer einer bizarren, immer noch aktuellen Rechtsprechung)

Im unteren Bild: "Wildwest-Justiz auf den Buchstaben des Gesetzes"
("Death Penalty Candy", "Todesstrafen-Zuckerl", "Colaschlingen", "Bevölkerungs-Reduktion süß-sauer")


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Von Kräckerbäckermeister Andi aus Kiel
hier die gebackene Version eines Clubhits von
Subway to Sally ("Meister, Meister ..."):


Kleid aus Keksen

Meister, Meister, gib mir Kekse,
Krümel auf mein weißes Kleid.
Stecht die Plätzchen
Aus dem süßen, unberührten Mürbeteig.

Ein guter Bäcker lief einst fort,
Verließ der Lehre schönen Ort,
Verließ den Meister und sogar
Das Brot, das ihm gebacken war.

Vor einer Stube, da blieb er stehn.
Darinnen war ein Mann zu sehn,
Wie er Kekse mit Guß überzieht,
Da kam dem Bäcker Appetit.

Meister, Meister, gib mir Kekse,
Krümel auf mein weißes Kleid.
Stecht die Plätzchen
Aus dem süßen, unberührten Mürbeteig.

Hast du es noch nicht kapiert?
Die Kekse sind grad frisch glasiert!
Werden an deinen Händen kleben,
Will dir lieber keine geben.

Doch der Bäcker war vernarrt,
Hat vor dem Ofen ausgeharrt,
Bis er nicht mehr widerstand
Und die Kekse nahm zur Hand.

Meister, Meister, gib mir Kekse,
Krümel auf mein weißes Kleid.
Stecht die Plätzchen
Aus dem süßen, unberührten Mürbeteig.

Und von seinen großen Bissen
Fielen Krümel, fielen Streusel,
Fielen unbekannte Sorten
Auf die ausgestellten Torten.

Später hat man ihn gesehn,
Konnt vor Keksen kaum noch stehn.
Niemals hat man je erfahrn,
Welchen Guß der Meister nahm.

Meister, Meister, gib mir Kekse,
Krümel auf mein weißes Kleid.
Stecht die Plätzchen
Aus dem süßen, unberührten Mürbeteig.

Meister, Meister, gib mir Kekse,
Krümel auf mein weißes Kleid.
Stecht die Plätzchen
Aus dem süßen, unberührten Mürbeteig.


Irgendwo im Internet gefunden:
Schlimmste-Katastrophe-der-Menschheit-Kekse






Weihnachten, das Fest der Katastrophen! Für viele das schlimmste Fest des Jahres.




Das Zuhause gibt es nicht mehr ...




.. und manch einer weiß nicht, was er dann noch feiern soll ...
Ohne Weihnachten würde wahrscheinlich die Selbstmordrate zurückgehen.







... ZU "VERMISCHTES" ... ...